Optimale Haltung für Campbells, Dsungaren und Hybriden

gut
schlecht

Diese Hamster benötigen ein Gehege mit den Mindestmaßen von ca. 100×40 cm. Natürlich gilt: je größer das Hamstergehege, desto besser.

Geeignete Gehege sind:
– Aquarien (diese kann man mit Glück über Internetanzeigen oder Ebay günstig erwerben)
Gitterkäfige
Schalenkäfige/Dunas
Eigenbau (hier ist Kreativität gefragt, aber bitte vorher genau über geeignete Materialien informieren, z.B. nur beschichtete Platten nutzen)

Als Einstreu ist normales Kleintierstreu (Chipsi Classic, etc. bitte ohne Duft!) geeignet. Für Zwerghamster sollte man mindestens 15cm hoch einstreuen, für Buddler natürlich mehr. Damit Gänge in höherer Streu halten, kann man auch Heu und/oder Baumwolleinstreu untermischen.

Zur Fellpflege benötigt jeder Hamster ein ausreichend großes Sandbad (mindestens 20 x 15 cm) mit Chinchillasand (Vogel- oder Spielsand sind ungeeignet, da diese eckige und vor allem scharfe Kanten enthalten können, wodurch sich der Hamster Verletzungen zuziehen kann).

Hamster sind Läufer, sie laufen in der freien Wildbahn mehrere Kilometer in der Nacht. Um diesem Laufdrang gerecht zu werden, benötigen sie ein artgerechtes Laufrad. Dieses darf keinen Schereneffekt aufweisen, und muss eine durchgehende, geschlossene Lauffläche haben (also keine Metallräder). Mindestdurchmesser sind 20 cm, je nach Gewicht und Größe sind auch 27 cm angebracht. Unsere Empfehlungen sind das Wodent Wheel oder Holzlaufräder in entsprechenden Größen.

Damit aber nicht nur immer im Laufrad gelaufen werden muss, sollte man den Bedürfnissen des Hamsters entsprechend auch Auslauf geben. 1-2 Stunden pro Tag bzw. Abend in einem abgesicherten, großen Auslauf mit Versteckmöglichkeiten etc. wären ideal.

Hamster sind nachtaktive Tiere, die tagsüber schlafen. Ein großes Schlafhaus mit zwei Kammern aus Holz (kein Nadelholz, da das Harz Fell und Backentaschen verkleben kann) gewährleistet ruhige Tage im Dunkeln. Eine Kammer sollte als Schlafdomizil mit entsprechendem Nistmaterial ausgestattet sein. Das Nistmaterial sollte aus ungebleichtem, unparfümiertem Toilettenpapier und evtl. Heu bestehen. Auf gar keinen Fall Hamsterwatte, die Tiere können sich daran die Beinchen abschnüren. Eine gute Alternative ist Baumwollstreu.
In der zweiten Kammer kann man eine Ecktoilette gefüllt mit Chinchillasand unterbringen. Diese sollte regelmäßig gereinigt werden. Das Haus darf keinen Boden haben, sollte ein abnehmbares Dach besitzen (zur Nestkontrolle) und die Eingangslöcher müssen mindestens einen Durchmesser von 5 cm aufweisen, damit der Hamster sich auch mit gefüllten Backentaschen nicht verletzen kann.

Um Abwechslung in den Käfig zu bringen sollten verschiedene Versteckmöglichkeiten angeboten werden. Schön sind Verstecke und Röhren aus Kork. Hierbei immer darauf achten, dass auch diese einen Mindestdurchmesser von 5cm haben. Das gleiche gilt für alle anderen Arten von Röhren, z.B. Posterrollen, Holzröhren etc. Wunderbar eignen sich auch Grasnester, die aber ohne Drähte gebunden sein sollten, da diese rosten können und eine Verletzungsgefahr darstellen. Als einfache Klettermöglichkeit (Hamster können Höhen nur schlecht abschätzen) bieten sich Wurzeln an. Bitte darauf achten, dass die Wurzeln für den Hamster ungiftig sind, z.B. Weinreben oder auch Mangrovenwurzeln.
Mopani-Holz ist hingegen ungeeignet.

Viele Dinge die im Zoofachhandel als ‚Hamsterspielzeug‘ verkauft werden sind leider nicht geeignet: Häufig sind sie aus ungeeignetem Material (z.B. splitterndem Plastik), unzureichend verarbeitet, haben zu kleine Durchgänge und erfüllen oft in keiner Form die Bedürfnisse eines Hamsters.

Da Hamster gerne buddeln müssen alle schweren Einrichtungsgegenstände (wie z.B. Sandbad, Haus, Wurzeln, Holzlaufräder…) gegen Unterbuddeln gesichert werden. Das heißt, sie müssen entweder auf dem Gehegeboden, auf einer Ebene oder auf Stelzen stehen. Für Laufräder bietet sich eine Etage an, da das Rad sonst zugebuddelt werden kann und somit nur noch schlecht, laut oder gar nicht mehr dreht.

Um den Platz im Gehege besser auszunutzen, können auch zusätzliche Ebenen angeboten werden. Diese sind sehr praktisch um darauf zum Beispiel das Laufrad oder die Näpfe zu stellen. Ebenen lassen sich leicht selber bauen. Man sollte nur darauf achten, dass der Hamster nicht tiefer als 30cm fallen kann und dass die Ebenen nicht mehr als 1/3 der Gehegefläche einnehmen (es sei denn der Gehege verfügt über seitliche Belüftung – anderenfalls wird die Luftzirkulation zu sehr eingeschränkt).