Optimale Haltung für Campbells, Dsungaren und Hybriden

gut
schlecht

Artgerechte Haltung für Campbells, Dsungaren und Hybriden im Überblick

  • Einzelhaltung
  • Gehege: Ab 5.000 cm² (z.B. 100×50 cm) mit guter Belüftung
  • Einstreu: Mindestens 15 cm hoch
  • Sandbad: Mindestens 20 cm breit, mindestens 4 cm tief mit Chinchillasand befüllt
  • Laufrad: Ab 25 cm Durchmesser
  • Schlafhaus: Mindestens 2 Kammern, abnehmbares Dach, ohne Boden
  • Zusätzliche Versteckmöglichkeit
  • Alle Durchgänge mindestens 5 cm groß
  • Schwere Gegenstände gegen Unterbuddeln absichern
  • Fallhöhe: Maximal 30 cm
  • Ungeeignetes Zubehör: Nadelholz, Trinkflaschen, Hamsterwatte, splitterndes Plastik, Laufräder mit Sprossen, Hamsterbälle, Salzlecksteine, bedruckter Karton

Ausführliche Informationen zur Haltung von Campbells, Dsungaren und Hybriden

Wir vermitteln unsere Hamster nur in Einzelhaltung, nur an Erwachsene, nur mit Schutzvertrag und nur gegen Schutzgebühr von 10 Euro. Bei Minderjährigen müssen die Eltern einverstanden sein, vorab mit uns telefonieren und den Schutzvertrag unterschreiben.

Geeignete Gehege für Campbells, Dsungaren und Hybriden

Campbells, Dsungaren und Hybriden benötigen ein Gehege mit den Mindestmaßen von ca. 100×50 cm. Natürlich gilt: Je größer das Hamstergehege, desto besser. Geeignete Gehege sind:

  • Aquarium evtl. mit Gitter-Abdeckung (Gibt es mit etwas Glück günstig in den Kleinanzeigen.)
  • Gitterkäfig (Gitterabstand maximal 10 mm)
  • Nagerhütte, Holz-Terrarium, OSB-Terrarium (mit großen Lüftungsfenstern)
  • Glas-Terrarium (Bitte beachten: Hier gilt das Innenmaß, evtl. müssen Streuschutz und Belüftung angepasst werden.)
  • Eigenbau (Bitte vorher über geeignete Materialien informieren. Wir beraten Dich gerne.)

Einstreu für Campbells, Dsungaren und Hybriden

Als Einstreu ist normales Kleintierstreu ohne Duft geeignet. Für Campbells, Dsungaren und Hybriden sollte man mindestens 15 cm hoch einstreuen, für Buddler natürlich mehr. Damit Gänge in höherer Streu halten, kann man auch Heu und/oder Baumwolleinstreu untermischen.

Sandbad mit Chinchillasand

Zur Fellpflege benötigt jeder Hamster ein ausreichend großes Sandbad mit Chinchillasand. Vogel- oder Spielsand sind ungeeignet, da dieser scharfkantig sein kann, wodurch sich der Hamster Verletzungen zuziehen kann. Außerdem wir dadurch das Fell stumpf. Ein geeignetes Sandbad ist mindestens 20×15 cm groß und wenigstens 4 cm tief mit Sand befüllt.

Laufrad für Campbells, Dsungaren und Hybriden

Hamster sind Läufer, sie laufen in der freien Wildbahn mehrere Kilometer in der Nacht. Um diesem Laufdrang gerecht zu werden, benötigen sie ein artgerechtes Laufrad. Dieses darf keinen Schereneffekt aufweisen und muss eine durchgehende, geschlossene Lauffläche haben. Räder aus Metall oder mit eingeklebten Sprossen sind nicht geeignet. Mindestdurchmesser sind 25 cm, je nach Gewicht und Größe sind auch größere Laufräder angebracht. Unsere Empfehlungen sind das Wodent Wheel / Wobust Wheel und Holz- oder Korklaufräder.

Auslauf für Campbells, Dsungaren und Hybriden

Damit aber nicht nur immer im Laufrad gelaufen werden muss, sollte man den Bedürfnissen des Hamsters entsprechend auch Auslauf geben. 1-2 Stunden pro Tag bzw. Abend in einem abgesicherten, großen Auslauf mit Versteckmöglichkeiten etc. wären ideal. Achtung: Auslauf in Hamsterkugeln / Hamsterbällen ist tierschutzwidrig!

Schlafhaus für Campbells, Dsungaren und Hybriden

Hamster sind nachtaktive Tiere, die tagsüber schlafen. Ein großes Schlafhaus mit zwei Kammern aus Holz gewährleistet ruhige Tage im Dunkeln. Eine Kammer sollte als Schlafdomizil mit entsprechendem Nistmaterial ausgestattet sein. Das Nistmaterial sollte aus ungebleichtem, unparfümiertem Toilettenpapier und Heu bestehen. Auf gar keinen Fall Hamsterwatte, die Tiere können sich daran die Beinchen abschnüren. Eine gute Alternative ist Baumwollstreu. In der zweiten Kammer kann man eine Ecktoilette gefüllt mit Chinchillasand unterbringen. Diese sollte regelmäßig gereinigt werden. Das Haus darf keinen Boden haben, sollte ein abnehmbares Dach besitzen (zur Nestkontrolle) und die Eingangslöcher müssen mindestens einen Durchmesser von 5 cm aufweisen, damit der Hamster sich auch mit gefüllten Backentaschen beim Durchlaufen nicht verletzen kann.

Versteckmöglichkeiten für Campbells, Dsungaren und Hybriden

Um Abwechslung in den Käfig zu bringen, sollten verschiedene Versteckmöglichkeiten angeboten werden. Schön sind Verstecke und Röhren aus Kork. Hierbei immer darauf achten, dass auch diese einen Mindestdurchmesser von 5 cm haben. Das gleiche gilt für alle anderen Arten von Röhren, zum Beispiel Poster-Rollen, Holzröhren usw. Wunderbar eignen sich auch Grasnester, die aber ohne Drähte gebunden sein sollten, da diese rosten können und eine Verletzungsgefahr darstellen. Als einfache Klettermöglichkeit (Hamster können Höhen nur schlecht abschätzen) bieten sich Wurzeln an. Bitte darauf achten, dass die Wurzeln für den Hamster ungiftig sind, zum Beispiel Weinreben oder auch Mangrovenwurzeln. Mopani-Holz ist hingegen ungeeignet.

Hamster buddeln gerne: Schwere Gegenstände absichern!

Da Hamster gerne buddeln, müssen alle schweren Einrichtungsgegenstände (wie zum Beispiel Sandbad, Haus, Wurzeln, Holzlaufräder…) gegen das Unterbuddeln gesichert werden. Das heißt, sie müssen entweder auf dem Gehegeboden, auf einer Ebene oder auf Stelzen stehen. Für Laufräder bietet sich eine Etage an, da das Rad sonst zugebuddelt werden kann und somit nur noch schlecht, laut oder gar nicht mehr dreht. Um das Sandbad abzustützen, kann man beispielsweise auch einen umgedrehten Blumentopf verwenden.

Ebenen, Fallhöhe und Belüftung

Um den Platz im Gehege besser auszunutzen, können auch zusätzliche Ebenen angeboten werden. Diese sind sehr praktisch, um darauf zum Beispiel das Laufrad oder die Näpfe zu stellen. Ebenen lassen sich leicht selbst bauen. Man sollte nur darauf achten, dass der Hamster nicht tiefer als 30 cm fallen kann und dass die Ebenen nicht mehr als ein Drittel der Gehegefläche einnehmen. Es sei denn, das Gehege verfügt über seitliche Belüftung – anderenfalls wird die Luftzirkulation zu sehr eingeschränkt. Generell sollte das Gehege gut belüftet sein, das heißt entweder oben großflächig offen sein oder seitlich mindestens zwei größere Fenster mit Gitter haben. Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Dein Gehege ausreichend belüftet ist, schick uns einfach ein Foto. Wir beraten Dich gerne.

Ungeeignetes Zubehör für Hamster

Viele Dinge, die im Zoofachhandel als ‚Hamsterspielzeug‘ verkauft werden, sind leider nicht geeignet: Häufig sind sie aus ungeeignetem Material, unzureichend verarbeitet, haben zu kleine Durchgänge und erfüllen oft in keiner Form die Bedürfnisse eines Hamsters. Beispiele für ungeeignetes Zubehör sind:

  • Hamsterwatte ist tierschutzwidrig!
  • Hamsterbälle sind tierschutzwidrig!
  • Laufräder aus Metall sind tierschutzwidrig!
  • Splitterndes Plastik (Ausnahme: Laufräder von Rodipet und Trixie. Diese enthalten Weichmacher, die ein Splittern beim Annagen verhindern.)
  • Nadelholz (Vor allem das Holz mit der aufgeklebten dunklen Rinde. Dieses Zubehör ist oft mit Nagelpistole und Heißkleber verarbeitet. An den Nägeln können sich Nager schlimm verletzen. Der Kleber ist giftig. Nadelholz kann harzen und die Backentaschen oder Atemwege verkleben.)
  • Trinkflaschen sind schlecht zu reinigen und verkalken leicht. Wassernäpfe sind sehr viel besser geeignet.
  • Salzlecksteine sind für eine gesunde Hamsterernährung unnötig
  • Bedruckte Pappe sollte für Nagetiere nicht verwendet werden, da die Druckfarbe giftig ist. Poster- und Klopapier-Rollen ohne Aufdruck dürfen verwendet werden.